es ist stockdunkel, obwohl es erst halb sechs oder so ist. ich laufe durch den stadgarten, bin auf dem weg nach hause. versuche mich mit der musik, die aus meinen kopfhörern dröhnt, abzulenken. ich laufe an dem Karussel vorbei und denke daran, wie ich früher mit strahlenden augen drauf saßs und meiner mutter zugerufen habe, dass sie es schneller drehen soll. ich laufe an der schaukel vorbei, in der ich letztens noch mit einem freund lag, wir haben uns geschichten von früher erzählt. corbei an der bank, auf der wir beide saßen und uns geküsst haben. ich mache die musik lauter. vermisse die zeit, als der größte schmerz nur vom hinfallen kommen konnte, als man noch die strahlenden kinderaugen hatte, als man nur blutete wenn man hingefallen ist, als man einfach nur kind sein durfte.
ich laufe weiter, ich laufe einfach auf die straße, hoffe das mich ein auto erfässt, laufe weiter. als ich an ihrem haus vorbei laufe, kann ich sie nicht mehr zurück halten, sie laufen mir einfach über die wange. ich sehe nichts mehr, stolper, fang mich noch ab, denke darüber nach, was wäre wenn ich da einfach liegen bleiben würde und erfrieren würde. ich überleg, ob ich nicht einfach wieder das blut laufen lassen soll, scheiß egal, was sie sagen würde, egal was meine mutter sagen würde.
ich vermisse dich so verdammt. bitte komm wieder zurück, ich brauche dich. noch 5 tage.
xoxo.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen